Stand 14 Tage nach Petitionsbeginn

2 Wochen seit Start der Petition haben 366 Menschen unterschrieben. Es gibt  interessante Kommentare auf der Petitionsseite: /www.openpetition.de/petition/online/bundesweites-memorandum-jugendhilfe .

Die UnterzeichnerInnen verteilen sich – bis auf das Saarland – auf alle Bundesländer mit den Schwerpunkten: Berlin, NRW und Hamburg.

61 Leute haben anonym unterschrieben, das sind knapp 17%.

Es gibt noch sehr viele, die bestimmt unterschreiben würden, wenn sie vom Memorandum wüssten oder die Petition  vor Augen hätten. Das Memorandum wird nur dann Erfolg haben, wenn alle, die unterschrieben haben, weitere Menschen anregen, auch zu unterschreiben.

Schickt diese Seite oder auch die Petition als solche in eure Netze! Sprecht darüber in euren Teamsitzungen, auf euren Treffen, bei Tagungen und Fortbildungen.

M. Seithe

Stand nach 3 Tagen

Bis jetzt (also 3 Tage nach Start auf der openpetition-Seite) des Aufrufes zu einem Memorandum in der Kinder- und Jugendhilfe vom Bündnis Kinder- und Jugendhilfe – für Professionalität und Parteilichkeit gibt es folgende Zwischenergebnisse:

  • 125 UnterzeichnerInnen
  • verteilt auf alle Bundesländer (!)
  • Schwerpunkte: Berlin, Hamburg, NRW
  • 16 % der UnterzeichnerInnen haben anonym unterschrieben

Das ist erst der Anfang. Unterschreibt alle!

Schickt die Petition (https://www.openpetition.de/petition/online/bundesweites-memorandum-jugendhilfe ) an eure Netzwerke.

Brecht auf diese Weise das Schweigen, das bei den KollegInnen in den Einrichtungen, Ämtern und bei den freien Trägern herrscht. Hier könnt ihr (wenn es sein muss eben auch anonym) eure Meinung zur gegenwärtigen Lage in der Kinder- und Jugendhilfe deutlich machen und euren Protest loswerden.

Natürlich ist das Problem mit einer Unterschriften liste nicht erledigt.
2016 wird das Bündnis eine Tagung veranstalten zum Thema „Dekonstruktion der Kinder- und Jugendhilfe“, zu der ihr alle schon mal eingeladen seid!

Wer Lust hat, daran anktiv mitzuwirken, melde sich  bei info@memorandumjugendhilfe.de !

Auf der BUKO ab übermorgen ist das Bündnis mit einem eigenen Stand vertreten und es werden Flugblätter und Flyer mit dem Memorandum selbst verteilt.
Workshop 125 (Brauchen wir noch eine ambulante Hilfe?) befasst sich mit dem Thema des Memorandums.

Memorandum Jugendhilfe – Bündnis Kinder- und Jugendhilfe

Liebe KollegInnen und InteressentInnen einer kritischen Sozialen Arbeit!

Wir sind ein Zusammenschluss von Personen, die sich einsetzen für eine starke und nachhaltige Kinder- und Jugendhilfe nach dem SGB VIII. Angesichts der gegenwärtigen problematischen Entwicklungen in der Kinder- und Jugendhilfe rufen wir auf zu einem bundesweiten Memorandum in der Kinder- und Jugendhilfe.

Das Bündnis Kinder- und Jugendhilfe – für Professionalität und Parteilichkeit (www.buendnis-jugendhilfe.de) wehrt sich bereits seit geraumer Zeit mit aller Kraft gegen die Fehlentwicklungen in der bundesweiten Jugendhilfe. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, mit diesem Aufruf ein deutliches Zeichen zu setzen und bitten um die Weiterleitung des Aufrufes für das Memorandum. Es geht uns darum, diese Aktion maximal bekannt zu machen und öffentlich zu diskutieren.

Das, was in der Kinder- und Jugendhilfe derzeit passiert, wird von der (Fach)-Öffentlichkeit kaum zur Kenntnis genommen. Deshalb ist es aus unserer Sicht wichtig, alle kritischen Kräfte auf diese Entwicklungen aufmerksam zu machen und zur Gegenwehr aufzurufen.

Seinerzeit wurde mit dem KJHG von 1990 entsprechend der politischen und fachlichen Kritik an der Kontroll- und Eingriffsorientierung des vorherigen Jugendwohlfahrtsgesetzes ein Angebote- und ‘Leistungsgesetz’ für Kinder, Jugendliche und ihre Eltern geschaffen, das ausdrücklich auf Unterstützung und Hilfsangebote setzt. Dieser bedeutsame Paradigmenwechsel in der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland wird nun systematisch durch die Ökonomisierung zerstört. Die Arbeitsbedingungen für die MitarbeiterInnen werden ständig problematischer. Überlastung durch zu hohe Fallzahlen und der Zwang zu Arbeitsmethoden, die nicht sozialer Beziehungs-Arbeit entsprechen, führen zu unerträglichen Arbeitsbedingungen, die man u. a. am hohen Krankenstand ablesen kann. Darüber hinaus greift eine zunehmende Deprofessionalisierung um sich. Bei den Betroffenen kommen sehr oft unzureichende Hilfe, ungeeignete, aber billigere Angebote oder auch gar keine Hilfen an.
Was derzeit in der Kinder- und Jugendhilfe stattfindet, ist im Kleinen genau das, was den gesamtgesellschaftlichen Prozess der Entmündigung, Entdemokratisierung und Vermarktung widerspiegelt. Es ist wichtig, dass wir der Öffentlichkeit und den politischen Vertreterinnen deutlich machen, dass wir mit der gegenwärtigen Politik nicht einverstanden sind.

Wenn Sie sich diesem  Memorandum anschließen möchten, dann unterschreiben Sie bitte auf unserer Webseite (http://www.memorandumjugendhilfe.de) und leiten Sie diese Mail innerhalb Ihrer Netze weiter.

Wer sich aktiv einbringen will, kann uns gerne eine Mail schreiben info@memorandumjugendhilfe.de .

Mit freundlichen Grüßen

für das Bündnis Kinder- und Jugendhilfe – für Professionalität und Parteilichkeit

Prof. Dr. Mechthild Seithe

http://www.memorandumjugendhilfe.de