Stand nach ca. 2 Monaten

Herbst Winter 11 (1)

Nach gut zwei Monaten  lohnt ein erneuter Blick auf die Entwicklung und das Zwischenergebnis der Petition.

Mit dem heutigen Tag haben wir 769 Unterschriften, davon ca. 10 aus der Schweiz bzw. aus Österreich. Die Schwerpunkte innerhalb Deutschlands liegen in Berlin, NRW, Niedersachsen und Hessen. Inzwischen sind außerdem wirklich alle Bundesländer einbezogen.
Anonym unterschrieben haben 19%. 
Es gibt 94 Kommentare von Unterzeichnern.

Sind wir als Ausrichter der Petition zufrieden?
Ich möchte erst mal allen danken, die uns ihr Vertrauen geschenkt und die Petition unterschrieben haben und wir haben uns über die vielen Kommentare gefreut. Wir danken ebenso allen, die durch das Weitersenden des Aufrufes oder durch Mund zu Mund Propaganda andere auf die Petition aufmerksam gemacht haben. Danken möchten wir auch für die Anregungen zu inhaltlichen wie technischen Fragen unseres Aufrufes.
Die interessantesten Kommentare werden wir ab jetzt hier auf der Memorandum-Seite posten.

Aber zufrieden sind wir nicht. Mit dieser Zahl werden wir bei der herrschenden Politik noch keinen Eindruck machen. Dafür müssten es schon mehrere Tausend KollegInnen sein.(Das bei der Petition angegebene Ziel von 12 000 ist natürlich unrealistisch. Hätten wir 5000 angegeben, dann hätten wir bisher immerhin 15% – vielleicht sollten wir das ändern, den 15% macht mehr Mut als 1%!)
Aber dennoch.
Sind in Deutschland wirklich nur 769 Leute aufzutreiben, die von den aktuellen Entwicklungen in der Kinder- und Jugendhilfe die Nase voll haben und bereit sind. sich mit uns dafür einzusetzen, dass grundlegende Veränderungen durchgesetzt werden? Wohl kaum.

Ich denke, es gibt noch viele, die bisher nicht unterschrieben haben, die es aber täten, wenn sie auf dieses Memorandum aufmerksam gemacht worden wären. Die Frage steht: wie erreichen wir sie noch?
Ich denke, es gibt auch noch viele, die irgendwann mal vor hatten, zu unterschreiben, die dann aber nicht mehr daran gedacht haben. Die Frage ist, wie schaffen wir es, den Leuten die Wichtigkeit dieser Petition besser zu verdeutlichen?

Wir wissen, dass es auch KollegInnen gibt, die gerne unterschrieben hätten, die sich aber an dem einen oder anderen Punkt des Memorandums gestoßen haben. Wir würden das gerne mit ihnen diskutieren!

Natürlich ist unser Aufruf auch erst mal nur ein Versuch, das zu formulieren, was uns auf der Seele brennt. Da wird mancher Aspekt fehlen oder manches auch schief oder unverständlich ausgedrückt sein. Lasst ihn uns verbessern und schärfen, verständlicher machen und nachvollziehbarer. Manchem fehlten konkrete Forderungen oder auch konkrete Beispiele. Lasst uns gemeinsam dieses Memorandum untersetzen und für den Alltag präzisieren!
Wir verstehen unseren Aufruf nicht in erster Linie als reine Petition, also als Stimmensammlung, die wir dann der Politik präsentieren könnten. Viel wichtiger ist uns, dass dieser Aufruf diskutiert wird, das kritische Menschen der Kinder- und Jugendhilfe dadurch zusammen finden, dass Leute, die das Gleiche erreichen wollen, ihre  Positionen austauschen und zusammen Strategien entwickeln.
Es gibt in der Petition den Menüpunkt „Debatte“. Die wird bisher leider nicht geführt. Das wäre ein Ort, unterschiedliche Sichtweisen und Vorstellungen zu diskutieren, Fragen zu stellen und eine lebendige Auseinandersetzung in Gang zu setzen. Wir werden versuchen, eine solche Debatte in Gang zu bringen.

Wir möchten gerne im nächsten Spätherbst eine Tagung zur Kinder- und Jugendhilfe zu veranstalten. Dort sind natürlich auch unterschiedliche Meinungen und Sichtweisen gefragt, ebenso Erfahrungen aus der Praxis aus unterschiedlichsten Arbeitsfeldern und Regionen.
Wer sich dort oder auch schon in der Vorbereitung engagieren möchte, kann sich bei uns melden (info@memorandumjugendhilfe.de).
Möglicher weise kommen wir auch direkt auf einige von den UnterzeichnerInnen zu, um anzufragen, ob sie nicht Lust hätten in diesem Zusammenhang selbst aktiv zu werden. 

 

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Stand 14 Tage nach Petitionsbeginn

2 Wochen seit Start der Petition haben 366 Menschen unterschrieben. Es gibt  interessante Kommentare auf der Petitionsseite: /www.openpetition.de/petition/online/bundesweites-memorandum-jugendhilfe .

Die UnterzeichnerInnen verteilen sich – bis auf das Saarland – auf alle Bundesländer mit den Schwerpunkten: Berlin, NRW und Hamburg.

61 Leute haben anonym unterschrieben, das sind knapp 17%.

Es gibt noch sehr viele, die bestimmt unterschreiben würden, wenn sie vom Memorandum wüssten oder die Petition  vor Augen hätten. Das Memorandum wird nur dann Erfolg haben, wenn alle, die unterschrieben haben, weitere Menschen anregen, auch zu unterschreiben.

Schickt diese Seite oder auch die Petition als solche in eure Netze! Sprecht darüber in euren Teamsitzungen, auf euren Treffen, bei Tagungen und Fortbildungen.

M. Seithe

Stand nach 3 Tagen

Bis jetzt (also 3 Tage nach Start auf der openpetition-Seite) des Aufrufes zu einem Memorandum in der Kinder- und Jugendhilfe vom Bündnis Kinder- und Jugendhilfe – für Professionalität und Parteilichkeit gibt es folgende Zwischenergebnisse:

  • 125 UnterzeichnerInnen
  • verteilt auf alle Bundesländer (!)
  • Schwerpunkte: Berlin, Hamburg, NRW
  • 16 % der UnterzeichnerInnen haben anonym unterschrieben

Das ist erst der Anfang. Unterschreibt alle!

Schickt die Petition (https://www.openpetition.de/petition/online/bundesweites-memorandum-jugendhilfe ) an eure Netzwerke.

Brecht auf diese Weise das Schweigen, das bei den KollegInnen in den Einrichtungen, Ämtern und bei den freien Trägern herrscht. Hier könnt ihr (wenn es sein muss eben auch anonym) eure Meinung zur gegenwärtigen Lage in der Kinder- und Jugendhilfe deutlich machen und euren Protest loswerden.

Natürlich ist das Problem mit einer Unterschriften liste nicht erledigt.
2016 wird das Bündnis eine Tagung veranstalten zum Thema „Dekonstruktion der Kinder- und Jugendhilfe“, zu der ihr alle schon mal eingeladen seid!

Wer Lust hat, daran anktiv mitzuwirken, melde sich  bei info@memorandumjugendhilfe.de !

Auf der BUKO ab übermorgen ist das Bündnis mit einem eigenen Stand vertreten und es werden Flugblätter und Flyer mit dem Memorandum selbst verteilt.
Workshop 125 (Brauchen wir noch eine ambulante Hilfe?) befasst sich mit dem Thema des Memorandums.